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Biografie

Carlo Hilsdorf wurde 1977 in Bad Kissingen geboren. Seine musikalische Laufbahn begann
im Alter von sieben Jahren, zunächst mit der Grundausbildung an der Orgel. Später erhielt er kirchenmusikalischen Unterricht und Unterweisungen in liturgischem Orgelspiel von dem damaligen Bezirkskantor des evangelischen Dekanatsbezirks Lohr am Main, Wolfgang Pröbstl.
Ersten Gitarrenunterricht erhielt Carlo Hilsdorf von Siegbert Remberger in Bad Brückenau. Ab 1998 studierte er im Hauptfach Gitarre bei Prof. Jürgen Ruck an der Hochschule für Musik in Würzburg, wo er 2002 zunächst die Prüfung zum Diplommusiklehrer ablegte, um im darauf folgenden Jahr 2003 auch das künstlerische Diplom mit der Note „sehr gut“ abzuschließen. Zur Vertiefung seiner Studien schloss sich ein einjähriges Aufbaustudium im "Cycle de Spécialisation", der Konzertklasse von Prof. Pablo Márquez am Conservatoire National de Région in Straßburg an. Seit dem Wintersemester 2004 setzte er seine Studien in der Fortbildungsklasse bei Prof. Jürgen Ruck in Würzburg fort und erlangte im Juni 2006 die höchste musikalische Auszeichnung, das Solistendiplom.
Stipendien des DAAD ermöglichten Carlo Hilsdorf die Teilnahme an Meisterkursen im In- und Ausland und führten ihn zu Studienaufenthalten bei international renommierten Künstlern wie Alvaro Pierri, Oscar Ghiglia und David Russell. Seit 2002 wird Carlo Hilsdorf von der von Lord Yehudi Menuhin ins Leben gerufenen Stiftung Live Music Now gefördert.

Carlo Hilsdorfs Arbeit erschöpft sich nicht allein in der intensiven Beschäftigung mit der historischen Entwicklung der Gitarre, der Sichtung und Aufarbeitung des Repertoires des 19. Jahrhunderts und der historischen Aufführungspraxis auf originalen und rekonstruierten Instrumenten. Auch und vor allem die Umsetzung neuer und neuester Musik, sowohl als Solist, wie auch in kammermusikalischen Besetzungen, bilden weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. So beteiligte er sich seit 2000 an zahlreichen Projekten des Würzburger Ensemble Maderna. („Versuche über Zeit“). Er wirkte an Aufführungen des in Nürnberg beheimateten ensembleKONTRASTE mit Musik des tschechischen Komponisten Martin Smolka ("Euforium") und an den Würzburger Tagen für Neue Musik mit Werken des Aschaffenburger Komponisten Joachim W. Schneider ("Lines, a couple of fields") für elektrische Gitarren mit. 2004/2005 spielte Carlo Hilsdorf mit dem ensembleKONTRASTE Musik zum 1922 entstandenen Stummfilm „La Souriante Mme Beudet“ (Regie: Germaine Dulac) des Schweinfurter Komponisten und Arrangeurs Manfred Knaak für das ZDF/ARTE ein. Weiterhin entstanden für den Bayerischen Rundfunk Aufnahmen von elektroakustischen Werken wie dem Stück „SubString Bridge“ des schwedischen Komponisten Åke Parmerud, in welchem Gitarren- und Computerklänge zu einer interaktiven Einheit verschmelzen.
Carlo Hilsdorf unterrichtet klassische Gitarre, E-Gitarre und E-Bass an der Städtischen Musikschule in Bad Kissingen. Er veranstaltete Workshops an der Bayerischen Musikakademie Hammelburg und hatte von 2007-2010 einen Lehrauftrag für Gitarre an der Julius-Maximilians-Universität (Lehrstuhl für Musikpädagogik) inne.